Bevor du dein Aquarium einrichtest, solltest du dich für die späteren Bewohner entscheiden.
Das klingt zunächst selbstverständlich, wird in der Praxis aber häufig umgekehrt gemacht: Das Aquarium wird nach der eigenen Vorstellung gestaltet und anschließend werden Tiere gesucht, die irgendwie dazu passen.
Besser ist es, die Anforderungen der Tiere bereits bei der Planung zu berücksichtigen.
Garnelen
Neocaridina und Amanogarnelen eignen sich für viele bepflanzte Süßwasseraquarien.
Besonders bei Neocaridina sind strukturreiche Einrichtungen mit Moosen, Pflanzen, Wurzeln und anderen Oberflächen sinnvoll. Sie bieten Rückzugsmöglichkeiten und fördern die Bildung von Biofilmen.
Amanogarnelen werden größer und benötigen entsprechend mehr Platz. Auch hier sind Wurzeln, Steine, Pflanzen und andere Strukturen sinnvoll.
Rennschnecken und andere Aufwuchsfresser
Rennschnecken, Geweihschnecken und verschiedene Napf- beziehungsweise Stahlhelmschnecken sind auf Algenbeläge und Biofilme angewiesen.
Für diese Tiere sollte das Aquarium deshalb nicht steril sauber sein.
Steine, Wurzeln und andere feste Oberflächen sind wertvolle Weideflächen. Wer sämtliche Algen regelmäßig vollständig entfernt, nimmt den Tieren gleichzeitig einen Teil ihrer natürlichen Nahrung.
Ein gut eingefahrenes Aquarium ist daher für viele Aufwuchsfresser wichtiger als ein optisch perfektes, komplett algenfreies Becken.
Tylomelania
Tylomelania können je nach Art deutlich größer werden als kleine Renn- oder Geweihschnecken. Bei der Einrichtung sollte deshalb ausreichend Bodenfläche eingeplant werden.
Für größere Tylomelania sollte entsprechend mehr Platz zur Verfügung stehen, während kleinere Varianten auch für kleinere Becken infrage kommen können.
Gesellschaftsaquarien
Bei einem Gesellschaftsaquarium müssen die Ansprüche aller Bewohner zusammenpassen.
Nicht jedes Tier, das einzeln problemlos gehalten werden kann, eignet sich automatisch für jede Kombination.
Temperatur, Wasserhärte, pH-Wert, Größe, Verhalten und Nahrung sollten gemeinsam betrachtet werden.