Wasserschnecken für das Aquarium – Arten, Haltung und Pflege
Wasserschnecken gehören zu den vielseitigsten Bewohnern eines Süßwasseraquariums. Viele Arten ernähren sich von Algenbelägen, Biofilm und organischen Resten und können dadurch Teil einer natürlichen Aquarienpflege sein. Gleichzeitig bringen sie ganz unterschiedliche Gehäuseformen, Farben und Verhaltensweisen mit.
Wichtig ist allerdings: Wasserschnecke ist nicht gleich Wasserschnecke. Eine Rennschnecke hat andere Ernährungsansprüche als eine Tylomelania. Während Geweih- und Napfschnecken vor allem Aufwuchs von festen Oberflächen abweiden, benötigen viele Tylomelania zusätzlich gezielte Fütterung. Auch bei Temperatur, Beckengröße und Vermehrung gibt es deutliche Unterschiede.
Genau deshalb sollte die Auswahl nicht allein nach Farbe oder Aussehen erfolgen. Entscheidend ist, ob die Schnecke zum vorhandenen Aquarium, zum Nahrungsangebot und zu den übrigen Bewohnern passt.
Dieser Ratgeber zeigt Dir die wichtigsten Unterschiede und hilft Dir dabei, eine Wasserschnecke auszuwählen, die zu Deinem Aquarium und Deinen Haltungsbedingungen passt.
Vorteile Wasserschnecken im Aquarium – Arten, Haltung & Pflege
Wasserschnecken Arten & Unterschiede im Aquarium
Bei mir findest Du verschiedene Wasserschnecken für unterschiedliche Aquarientypen. Besonders beliebt sind Rennschnecken, Geweihschnecken, Napfschnecken und Tylomelania. Dazu kommen besondere Arten wie Pianoschnecken, Blue Berry Snails, Filopaludina Orange, Brotia-Arten, Lava Schnecken und weitere außergewöhnliche Wasserschnecken.
Die Arten unterscheiden sich teilweise deutlich in Größe, Ernährung, Verhalten und Haltung. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die jeweilige Schnecke.
Rennschnecken
Rennschnecken gehören zu den beliebtesten Wasserschnecken für Süßwasseraquarien. Sie sind vor allem als fleißige Aufwuchsfresser bekannt und weiden Algenbeläge und Biofilm von Scheiben, Steinen, Wurzeln und anderen festen Oberflächen ab.
Typisch sind die unterschiedlichen Gehäusemuster und Farben. Je nach Art und Handelsform können Rennschnecken sehr unterschiedlich aussehen.
Typische Größe: etwa 2–3 cm, je nach Art und Variante
Aussehen: rundliches bis ovales Gehäuse mit unterschiedlichen Mustern und Farben
Färbung: von gelblichen und braunen Zeichnungen bis zu dunkleren, kontrastreichen Varianten
Besonderheiten: sehr gute Aufwuchsfresser, friedlich und im Süßwasser nicht unkontrolliert vermehrungsfähig
Verhalten: ruhig, aber regelmäßig auf Futtersuche an Scheiben, Steinen und Dekoration
Haltung: gut eingefahrenes Aquarium mit ausreichend natürlichem Aufwuchs und mineralstoffreichem Wasser
Rennschnecken eignen sich besonders für Aquarianer, die eine kompakte Schnecke zur natürlichen Nutzung von Algenaufwuchs suchen. Sie sind auch für Garnelenaquarien interessant. Wichtig ist allerdings, dass genügend Nahrung vorhanden ist. Ein frisch eingerichtetes und nahezu algenfreies Aquarium ist für diese spezialisierten Aufwuchsfresser nicht ideal.
Geweihschnecken
Geweihschnecken fallen durch ihre charakteristischen Gehäusefortsätze auf. Diese können wie kleine Hörner oder ein Geweih wirken und machen jedes Tier zu einem kleinen Unikat.
Sie ernähren sich hauptsächlich von Algenbelägen, Biofilm und natürlichem Aufwuchs. Besonders auf Scheiben, Steinen und Wurzeln sind sie ständig auf Nahrungssuche.
Typische Größe: etwa 2–2,5 cm
Aussehen: kleines Gehäuse mit charakteristischen Fortsätzen
Färbung: je nach Variante gelb, braun, dunkel oder kontrastreich gemustert
Besonderheiten: sehr gute Aufwuchsfresser und keine unkontrollierte Vermehrung im normalen Süßwasser
Verhalten: friedlich und überwiegend mit der Nahrungssuche beschäftigt
Haltung: eingefahrenes Aquarium mit ausreichend Biofilm und Algenaufwuchs
Zu den im Handel bekannten Formen gehören beispielsweise unterschiedliche Clithon-Arten. Bei Handelsnamen sollte die genaue wissenschaftliche Zuordnung jedoch nicht allein anhand der Farbe oder Gehäuseform vorgenommen werden.
Napfschnecken
Napfschnecken besitzen kein klassisch spiraliges Gehäuse, sondern eine flache, napf- oder helmähnliche Form. Im Aquarium sitzen sie häufig sehr fest auf Scheiben, Steinen oder anderen harten Oberflächen.
Sie sind spezialisierte Aufwuchsfresser und können große Mengen an Biofilm und Algenbelägen abweiden.
Typische Größe: etwa 1–3 cm, abhängig von der Art
Aussehen: flaches, napfförmiges Gehäuse
Färbung: je nach Art unterschiedlich, häufig mit dunklen oder kontrastreichen Zeichnungen
Besonderheiten: hervorragende Aufwuchsfresser
Verhalten: ruhig, häufig direkt auf festen Oberflächen unterwegs
Haltung: besonders gut eingefahrene Aquarien mit ausreichend natürlichem Aufwuchs
Bei Napfschnecken ist das vorhandene Nahrungsangebot wichtiger als eine reine Betrachtung der Literzahl. In sehr sauberen Aquarien kann trotz ausreichender Beckengröße schnell Futtermangel entstehen.
Tylomelania
Tylomelania gehören zu den außergewöhnlichsten Wasserschnecken. Sie stammen aus Sulawesi und unterscheiden sich deutlich von klassischen Renn- und Geweihschnecken.
Viele Varianten werden deutlich größer und zeigen auffällige Körperfarben oder besondere Gehäuseformen.
Typische Größe: etwa 3–10 cm, abhängig von Art und Variante
Aussehen: langgestreckte, turmförmige oder kräftig gerippte Gehäuse
Färbung: je nach Variante beispielsweise orange, gelb, dunkel oder kontrastreich gemustert
Besonderheiten: warmes Wasser, abwechslungsreiche Ernährung und lebend geborene Jungtiere
Verhalten: friedlich und häufig aktiv auf Nahrungssuche
Haltung: stabiles, gut eingefahrenes Aquarium mit ausreichend Bodenfläche und warmer Temperatur
Tylomelania sind keine klassischen reinen Algenfresser. Neben Biofilm und Aufwuchs benötigen sie in der Regel zusätzlich hochwertiges Futter, Gemüse, Laub und je nach Haltung auch proteinreiche Nahrung.
Besondere weitere Wasserschnecken
Neben den bekannten Arten gibt es zahlreiche weitere Wasserschnecken mit außergewöhnlichen Gehäuseformen und Verhaltensweisen.
Dazu gehören unter anderem:
- Pianoschnecken
- Blue Berry Snails
- Filopaludina Orange
- Brotia Herculea
- Brotia-Arten
- Lava Schnecken
- Cappuccino Schnecken
- Langnasenschnecken
- Spiky Turmdeckelschnecken
Diese Arten unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Deshalb sollte die konkrete Haltung immer an der jeweiligen Art ausgerichtet werden. Gerade bei größeren Schnecken sind ausreichend Platz, passende Wasserwerte und eine abwechslungsreiche Ernährung wichtig.
Wasserschnecken Haltung & Aquarium richtig einrichten
Die optimale Haltung beginnt mit einem eingefahrenen Aquarium.
Gerade Aufwuchsfresser benötigen eine biologisch entwickelte Oberfläche. In einem frisch eingerichteten Aquarium können zwar bereits passende Wasserwerte vorhanden sein, wichtige Nahrungsquellen wie Biofilm und Algenaufwuchs fehlen aber häufig noch.
Aquariengröße
Die notwendige Beckengröße hängt von der Art ab.
Kleine Geweih- oder Napfschnecken können bereits in kleineren Aquarien gehalten werden. Größere Tylomelania benötigen dagegen deutlich mehr Platz und Bodenfläche.
Bei Wasserschnecken sollte deshalb nicht nur die Literzahl betrachtet werden. Die verfügbare Oberfläche, Einrichtung und natürliche Nahrung sind mindestens genauso wichtig.
Einrichtung
Wurzeln, Steine und robuste Pflanzen schaffen zusätzliche Lebensräume und Oberflächen für Biofilm und Algen.
Für Renn-, Geweih- und Napfschnecken sind strukturierte Oberflächen besonders wertvoll.
Tylomelania profitieren zusätzlich von ausreichend Bodenfläche, Verstecken und einem geeigneten Bodengrund.
Bodengrund
Der Bodengrund sollte keine scharfkantigen Stellen besitzen.
Bei bodenorientierten Arten wie Tylomelania ist ein feiner, gut durchsuchbarer Untergrund besonders sinnvoll.
Pflanzen
Wasserschnecken können hervorragend mit bepflanzten Aquarien kombiniert werden.
Moose, Aufsitzerpflanzen und andere robuste Pflanzen bieten zusätzliche Oberflächen für Biofilm und schaffen Rückzugsmöglichkeiten.
Gesunde Pflanzen werden von den meisten hier behandelten Wasserschnecken nicht als Hauptnahrungsquelle genutzt. Beschädigte oder abgestorbene Pflanzenteile können dagegen von vielen Arten verwertet werden.
Strömung und Filterung
Eine gute Filterung sorgt für stabile Wasserqualität. Gleichzeitig sollte die Strömung zur jeweiligen Art passen.
Viele Wasserschnecken kommen mit normaler Aquarienströmung gut zurecht. Eine dauerhaft extrem starke Strömung ist jedoch nicht notwendig.
Besonders wichtig sind eine ausreichende Sauerstoffversorgung und eine stabile Wasserqualität.
Beleuchtung
Die Beleuchtung richtet sich in erster Linie nach den Pflanzen.
Für Algenfresser kann ein komplett steril gereinigtes Aquarium allerdings problematisch sein. Ein Teil des natürlichen Aufwuchses sollte bewusst erhalten bleiben.
Temperatur
Die passende Temperatur richtet sich nach der jeweiligen Art.
Viele klassische Wasserschnecken kommen mit normalen tropischen Aquarientemperaturen gut zurecht. Tylomelania benötigen dagegen je nach Art und Herkunft deutlich wärmere Bedingungen.
Die Temperatur sollte deshalb immer artspezifisch betrachtet werden.
Wasserschnecken Wasserwerte für eine gesunde Haltung
Wasserschnecken haben je nach Art unterschiedliche Ansprüche. Die folgenden Werte sind deshalb als allgemeine Orientierung für viele der im Sortiment vertretenen Süßwasserschnecken zu verstehen.
🌡️ Temperatur: etwa 22–28 °C; Tylomelania benötigen je nach Art und Haltung häufig deutlich wärmere Bedingungen
💧 pH-Wert: etwa 7,0–8,5
🪨 Gesamthärte (GH): etwa 8–20 °dGH
⚗️ Karbonathärte (KH): etwa 4–12 °dKH
☠️ Nitrit (NO₂): nicht nachweisbar
🧪 Nitrat (NO₃): möglichst unter etwa 20–25 mg/l
Diese Bereiche sind bewusst nicht als starres Schema zu verstehen. Tylomelania aus Sulawesi benötigen beispielsweise wärmere Bedingungen als viele klassische Renn- oder Geweihschnecken.
Besonders wichtig sind stabile Wasserwerte.
Warum GH und KH wichtig sind
Die Gesamthärte beschreibt unter anderem die Konzentration von Calcium und Magnesium im Wasser. Calcium ist für den Aufbau des Gehäuses relevant.
Die Karbonathärte beeinflusst wiederum die Pufferkapazität des Wassers und damit die Stabilität des pH-Wertes.
Sehr weiches oder dauerhaft saures Wasser kann bei vielen Schnecken zu Gehäuseproblemen beitragen. Deshalb sollte insbesondere bei Renn-, Geweih- und Napfschnecken auf ausreichend mineralstoffreiches Wasser geachtet werden.
Starke Schwankungen sollten grundsätzlich vermieden werden. Ein stabiler Wert ist meist sinnvoller als ständig wechselnde Wasserwerte.
Was fressen Wasserschnecken? Futter & Ernährung
Die Ernährung hängt stark von der jeweiligen Art ab.
Rennschnecken, Geweihschnecken und Napfschnecken
Diese Arten sind vor allem auf Aufwuchs spezialisiert.
Dazu gehören:
- Algenbeläge
- Biofilm
- Kieselalgen
- Mikroorganismen
- Aufwuchs auf Steinen
- Aufwuchs auf Wurzeln
- Aufwuchs auf Aquarienscheiben
Ein gut eingefahrenes Aquarium ist deshalb für diese Tiere besonders wichtig.
Tylomelania
Tylomelania sind deutlich vielseitiger.
Geeignet sind beispielsweise:
- hochwertiges Schneckenfutter
- Algenfutter
- Biofilm
- Laub
- Zucchini
- Spinat
- andere geeignete pflanzliche Nahrung
- gelegentlich geeignete proteinreiche Nahrung
Da Tylomelania ihren Bedarf meist nicht allein über Algenaufwuchs decken, sollte gezielt zugefüttert werden.
Gemüse
Blanchierte Zucchini, Spinat oder Kürbis können von vielen Wasserschnecken angenommen werden.
Das Gemüse sollte sauber und ungewürzt sein und nicht über längere Zeit im Aquarium liegen bleiben.
Laub
Getrocknetes Herbstlaub ist eine natürliche Ergänzung für viele Wirbellosen-Aquarien.
Es dient als Nahrung, bietet zusätzliche Oberflächen für Mikroorganismen und passt gut zu einer naturnahen Einrichtung.
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind besonders für den Aufbau und Erhalt des Gehäuses wichtig.
Bei sehr weichem Wasser kann eine gezielte Mineralstoffversorgung sinnvoll sein. Dabei sollte nicht blind aufhärtet werden, sondern zunächst geprüft werden, welche Werte das eigene Wasser tatsächlich besitzt.
Wie oft sollte man füttern?
Bei Renn-, Geweih- und Napfschnecken sollte zunächst das natürliche Nahrungsangebot bewertet werden.
Bei Tylomelania ist eine regelmäßige Zusatzfütterung wichtiger.
Grundsätzlich gilt: lieber bedarfsgerecht und abwechslungsreich füttern als dauerhaft zu große Mengen ins Aquarium geben.
Passendes Schneckenfutter aus dem Sortiment, beispielsweise von der Rennschnecken-Shop Eigenmarke, GlasGarten oder NatureHolic, kann je nach Schneckenart sinnvoll eingesetzt werden.
Wasserschnecken mit Garnelen & anderen Tieren vergesellschaften
Die meisten friedlichen Wasserschnecken eignen sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien.
Garnelen
Neocaridina und Amanogarnelen sind sehr gute Gesellschaft für viele Wasserschnecken.
Beide Gruppen sind friedlich und nutzen unterschiedliche Bereiche und Nahrungsquellen.
Andere Schnecken
Rennschnecken, Geweihschnecken und viele andere friedliche Wasserschnecken können gemeinsam gehalten werden.
Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Aquarium genügend Nahrung für alle Tiere bietet.
Mehrere spezialisierte Aufwuchsfresser können bei zu wenig Algen und Biofilm miteinander um Nahrung konkurrieren.
Fische
Viele friedliche Schwarmfische lassen sich mit Wasserschnecken kombinieren.
Problematisch sind dagegen Fischarten, die Schnecken gezielt fressen oder an ihnen zupfen.
Besonders kleine Schnecken oder Jungtiere können gefährdet sein.
Andere Wirbellose
Auch friedliche Zwergflusskrebse können je nach Art und individueller Situation mit Wasserschnecken kombiniert werden.
Bei allen Kombinationen sollte berücksichtigt werden, dass manche Krebse opportunistisch nach Nahrung suchen können.
Raubschnecken
Raubschnecken sind eine klare Ausnahme.
Wenn Du Rennschnecken, Geweihschnecken oder andere kleinere Schnecken dauerhaft pflegen möchtest, solltest Du keine räuberischen Schnecken als Gesellschaft einsetzen.
Auch schneckenfressende Fische sind keine sinnvolle Kombination.
Wasserschnecken Vermehrung im Aquarium
Bei Wasserschnecken gibt es sehr unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien.
Rennschnecken
Rennschnecken können im Süßwasser Eier beziehungsweise Eikapseln ablegen. Eine erfolgreiche Entwicklung der Larven findet unter normalen Süßwasserbedingungen jedoch nicht statt, weshalb keine unkontrollierte Vermehrung entsteht.
Geweihschnecken
Auch Geweihschnecken können kleine Eikapseln auf festen Oberflächen ablegen.
Im normalen Süßwasseraquarium entwickeln sich daraus normalerweise keine Jungtiere, da die Larven für ihre Entwicklung andere Bedingungen benötigen.
Napfschnecken
Bei Napfschnecken können ebenfalls Eikapseln sichtbar sein. Eine unkontrollierte Vermehrung im normalen Süßwasseraquarium ist jedoch nicht zu erwarten.
Tylomelania
Tylomelania sind eine besondere Gruppe.
Sie bringen vollständig entwickelte Jungtiere zur Welt und vermehren sich vergleichsweise langsam. Statt großer Eigelege wird in der Regel nur ein einzelnes Jungtier entwickelt und geboren.
Dadurch ist eine Massenvermehrung wie bei manchen anderen Süßwasserschnecken nicht zu erwarten.
Können Wasserschnecken überhandnehmen?
Das hängt von der Art ab.
Bei vielen bekannten Aufwuchsfressern aus dem Sortiment besteht keine typische Schneckenplage durch Nachwuchs im Süßwasser.
Bei anderen Schneckenarten kann sich die Population dagegen bei sehr reichhaltigem Futter deutlich erhöhen.
Deshalb sollte die Fortpflanzung immer artspezifisch betrachtet werden.
Häufige Fehler bei der Wasserschnecken Haltung
Wasserschnecken zu früh einsetzen
Ein frisch eingerichtetes Aquarium sieht zwar sauber und schön aus, bietet spezialisierten Aufwuchsfressern aber häufig noch nicht genügend Nahrung.
Besser: Erst einsetzen, wenn das Aquarium biologisch stabil ist und sich sichtbar Biofilm und Aufwuchs gebildet haben.
Zu viele Schnecken auf einmal einsetzen
Mehr Schnecken bedeuten nicht automatisch bessere Algenkontrolle.
Wenn zu viele Aufwuchsfresser in einem kleinen Aquarium leben, kann das natürliche Futter schnell knapp werden.
Besser: Den Besatz immer an Beckengröße und Nahrungsangebot anpassen.
Das Aquarium zu gründlich reinigen
Wenn Scheiben, Steine und Dekoration ständig vollständig von Algen befreit werden, wird den Schnecken ein wichtiger Teil ihrer Nahrung entzogen.
Besser: Nicht jede Oberfläche gleichzeitig reinigen und einen Teil des natürlichen Aufwuchses erhalten.
Wasserhärte unterschätzen
Viele Schnecken benötigen ausreichend Mineralstoffe für ein gesundes Gehäuse.
Besser: GH und KH regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf die Mineralstoffversorgung sinnvoll anpassen.
Zu weiches oder saures Wasser
Dauerhaft ungünstige Wasserwerte können Gehäuseschäden begünstigen.
Besser: pH, GH und KH im passenden Bereich halten und starke Schwankungen vermeiden.
Tylomelania wie reine Algenfresser behandeln
Tylomelania haben einen vielseitigeren Speiseplan als Renn- oder Geweihschnecken.
Besser: Zusätzlich hochwertiges Schneckenfutter, pflanzliche Nahrung und je nach Haltung geeignete proteinreiche Nahrung anbieten.
Futterreste im Aquarium lassen
Zu viel Futter belastet das Wasser und kann das biologische Gleichgewicht stören.
Besser: Kleine Portionen füttern und nicht gefressene Reste wieder entfernen.
Ungeeignete Vergesellschaftung
Schneckenfressende Fische oder räuberische Schnecken können Wasserschnecken gefährden.
Besser: Vor dem Kauf prüfen, ob alle Bewohner tatsächlich miteinander verträglich sind.
Transportwasser ins Aquarium geben
Das Wasser aus dem Transportbeutel sollte nicht einfach in das Aquarium geschüttet werden.
Besser: Tiere eingewöhnen und anschließend vorsichtig ins Aquarium setzen.
Häufige Fragen zu Wasserschnecken im Aquarium – Arten, Haltung & Pflege
Welche Wasserschnecken eignen sich für Anfänger?
Rennschnecken, Geweihschnecken und viele Turmdeckelschnecken gelten als besonders pflegeleicht und eignen sich hervorragend für Einsteiger. Sie sind robust, friedlich und helfen gleichzeitig bei der natürlichen Reinigung des Aquariums.
Welche Wasserschnecken fressen Algen?
Zu den besten Algenfressern gehören Rennschnecken, Geweihschnecken sowie Napf- und Batmanschnecken. Sie entfernen zuverlässig Algenbeläge von Scheiben, Steinen und Pflanzen.
Vermehren sich Wasserschnecken im Aquarium?
Das hängt von der Art ab. Rennschnecken, Geweihschnecken, Napfschnecken und Faunus ater vermehren sich im Süßwasseraquarium nicht. Andere Arten wie Tylomelania oder Filopaludina Orange vermehren sich nur langsam und kontrolliert.
Können Wasserschnecken mit Garnelen zusammenleben?
Ja. Wasserschnecken und Zwerggarnelen ergänzen sich hervorragend. Beide nutzen unterschiedliche Nahrungsquellen und tragen gemeinsam zu einem stabilen biologischen Gleichgewicht im Aquarium bei.
Brauchen Wasserschnecken zusätzliches Futter?
Ja. Auch wenn viele Arten Algen und Biofilme fressen, reicht das natürliche Nahrungsangebot häufig nicht dauerhaft aus. Hochwertiges Schneckenfutter sowie Gemüse und Laub sorgen für eine ausgewogene Ernährung.
Wasserschnecken im Aquarium – Arten, Haltung & Pflege
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Die passende Wasserschnecke für Dein Aquarium finden
Wenn Du Dein Aquarium mit Wasserschnecken ergänzen möchtest, lohnt sich ein Blick auf die tatsächlichen Bedingungen im Becken. Ist ausreichend Algenaufwuchs vorhanden? Wie groß ist das Aquarium? Welche Wasserwerte liegen vor? Und welche Tiere leben bereits darin?
Für die natürliche Nutzung von Algenaufwuchs sind Rennschnecken, Geweihschnecken und Napfschnecken besonders interessant. Wenn Du außergewöhnliche Farben, größere Schnecken oder besondere Verhaltensweisen suchst, können Tylomelania und andere besondere Wasserschnecken die passendere Wahl sein.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele verschiedene Arten zu kombinieren, sondern die Schnecke zu finden, die wirklich zu Deinem Aquarium passt.
Hallo, ich bin Daniel
Hallo, ich bin Daniel, der Gründer des Rennschnecken-Shops und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit der Haltung von Wirbellosen im Aquarium und Paludarium. Besonders Wasserschnecken, Garnelen, Muscheln und Krabben faszinieren mich durch ihre Vielfalt und ihr natürliches Verhalten.
Alle Ratgeber auf dieser Website schreibe ich selbst. Dabei kombiniere ich meine praktischen Erfahrungen mit sorgfältiger Recherche und aktuellen Erkenntnissen aus der Aquaristik. Mein Ziel ist es, verständliche und ehrliche Informationen bereitzustellen, die sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Aquarianern weiterhelfen.
Ich lege großen Wert auf eine artgerechte Haltung und möchte dir dabei helfen, die passenden Tiere für dein Aquarium oder Paludarium zu finden und langfristig erfolgreich zu pflegen.
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